Petra Piuk | Kurztexte
Kurztexte Literatur Am Erker Die Rampe entwürfe erostepost kolik
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Kurztexte

Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften (u.a. Am Erker, Die Rampe, entwürfe, erostepost, kolik)

Spiel des Lebens

71 oder Der Fluch der Primzahl / Jänner 2017

Das (Kunst-)Buch zum gleichnamigen Theaterstück.

 

Alle an den Start. Wenn Sie im Ziel sind, dürfen Sie leben. Sie haben ja das Recht zu leben. Zu leben ist ja ein Menschenrecht. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit. Sichere Fluchtrouten in ein sicheres Leben gibt es trotzdem nicht. Selbstverständlich haben Sie aber das Recht, in einem sicheren Land sicher zu leben, vorausgesetzt, Sie schaffen es auf den nicht sicheren Wegen sicher ans Ziel. Die Spielregeln sind soweit klar? Dann kann es ja los gehen. Wir berichten live im Fernsehen. Stellen Sie sich vor, Sie kommen sogar ins Fernsehen! Beachten Sie bitte die Produktplatzierungen …

 

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Kinderbauernhof

… Ich halte einem Kalb meine Hand hin. Das Kalb hat abstehende Ohren und runde Augen. Es schleckt über meinen Handrücken. Das kitzelt. Ich muss lachen. Eine Bäuerin mit Kopftuch kommt herein. Sie sagt: Das ist die Sabine, die schlachten wir morgen, dann gibt’s ein gutes Kalbsschnitzel …

 

Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis des Landes Burgenland 2016

Kirsche.Zitrone.Melone.

Am Erker 72 / Dezember 2016

 

… Der Patrick von der Einundzwanziger Stiege hat gesagt, dass es einem das Adrenalin durch die Venen schleudert, sobald man auf den Startknopf drückt. Dass man hier den grauen Alltag mit Neonfarben ausmalen kann. Neongelb, neongrün, neonpink. Wenn Dominik an daheim denkt, ist alles gemeindebaugrau: Das Sofa, die Vorhänge, das Gesicht seiner Mutter vom Kettenrauchen, die Zukunft. Dominiks Stiefvater sagt: Trottel, du hast keine Zukunft. Du wirst in der JVA Favoriten landen oder mit einem geklauten Moped in der Hauswand. Was keinen Unterschied machen würde, da sowohl die Gefängnismauern im zehnten Bezirk als auch die meisten Wiener Hausmauern grau sind.

 

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niemand schwimmt in der kopfsuppe

etcetera 58 / 2014

 

… weg. weg. weg mit dir. du niemand. lauter niemands. wir haben hier keinen platz. kein platz. kein platz. für einen niemand. ihr seid kein mann. keine frau. kein kind. ihr seid niemand. und ich. ich bin jetzt jemand, ich bin jetzt wichtig, der andere ein niemand, merk dir. schon wieder das kichern. zisch ab. zisch ab. zisch ab. du niemand. du niemand. du niemand.

mich kannst du nicht mehr abschieben, wegschieben, mir was in die schuhe schieben, ich hab keine an.

ohne schuhe kannst du nicht so schnell rennen. ich erwisch dich noch. im badezimmer. hinterm duschvorhang. hallo. hallo. unterm bett. im kleiderschrank. wo bist du. wo hast du dich versteckt. los. zeig dich. ich werd sonst noch verrückt.

das bist du doch schon längst.

bin ich nicht.

bist du doch.

bin ich nicht. wenn ich dich nur erwische.

mich erwischt du nicht. ich bin in deinem kopf.

 in meinem kopf. in meinem kopf. wie kommst du in meinen kopf. raus aus meinem kopf. raus hab ich gesagt. raus. raus. kichern. hör endlich auf zu kichern.

du hast gelacht, als du uns hinunter gestoßen von der festung, zurück ins meer, das voller leichen, im meer ist kein platz mehr, daher schwimmen wir in deiner kopfsuppe, wir schwimmen drin, wir trinken sie nicht, sie schmeckt scheußlich, nach blut.

was heißt wir. wir. wir. sind da noch mehr. in meinem kopf. wie viele sind da.

wie viele hast du auf dem gewissen, hast du keine stricherlliste gemacht.

ich hab nichts gemacht. ich bin nicht schuld. ich hab nur getan. was mir gesagt. du bist jetzt jemand, du bist jetzt wichtig, der da ein niemand, merk dir das. du bist jetzt jemand, du bist jetzt wichtig, der da ein niemand, merk dir. kichern. jetzt kichern schon zwei. drei. zehn. hunderte. tausende. männerlachen. frauenlachen. kinderlachen. hört auf. hört sofort auf. sonst.

du kannst uns nicht noch einmal ertränken, ersticken, erstechen, wir sind schon tot, genauso wie du.

ich bin nicht tot.

du bist der tod.

ich lebe. ich bin ja ein jemand. ich habe das recht zu leben. zu arbeiten. zu töten. ich zahle schließlich steuern …

 

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Blind Date

kolik 68 / 2016

 

… also ich sage zu Norbert, der gerade auf der Couch liegend Zombies zerfetzt, ich brauche ein neues Kleid für die Weihnachtsparty der Kitzmüllers, wieso ein neues Kleid, sagt der Norbert, du hast doch genügend Kleider im Kleiderkasten hängen, habe ich nicht, sage ich, und kannst du einmal herschauen, wenn ich mit dir, der Norbert denkt gar nicht daran herzuschauen, er schaut auf den Bildschirm, begeistert schaut er auf den Bildschirm wie er sonst nur auf den mickrigen Po der Kitzmüllerin schaut, wenn er glaubt, ich schaue nicht her, zerfetzt einen Zombie nach dem anderen, und freut sich wie ein Junge darüber, und ich frage mich, wieso ich einen Jungen im Körper eines Fünfundvierzigjährigen zu Hause sitzen habe, und keinen Fünfundvierzigjährigen im Körper eines Jungen …

 

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Stadtrundgang

Die Rampe 4 / 2013

 

Anfang. Willkommen. Eingang um die Ecke. Mittags geöffnet. Gratis, aber nicht umsonst. Nur 2 Flugstunden ins Paradies. Hören Sie die Vögel zwitschern. Ich seh was Besseres. Mein Heimatvorteil. Hier bin ich Mensch. Mehr Erfahrung. Mehr Qualität. Mehr Service. Meine Wünsche, so individuell wie mein Leben: Romantische Klavierkammermusik. Kocherlebnis-Abend-Termine. Volksmusikabend. Tarockturnier des Seniorenbundes. Kinderflohmarkt. Katholische Frauenbewegung. Ein gutes Stück mehr Unabhängigkeit. Ja zur Wehrpflicht heißt: Ja zur Neutralität. Lächeln inklusive. Den Toten Helden der Gemeinde. Gashaupthahn. Saubere Politik für Österreich. Natürlich Blond. Das Leben besser verstehen. Danke dafür. Spiel mit Verantwortung. Achtung. Begehen auf eigene Gefahr. Mitnahme von Tieren verboten. Fahrverbot. Gilt auch für Radfahrer. Parkplatz nur für Geschäftskunden. Einbruch lohnt nicht. Die Kassa wird täglich entleert. Ausfahrt frei halten. Unbefugtes Parken wird gerichtlich geahndet. Inlineskaten verboten. Skateboardfahren verboten. Rauchverbot. Verbot des Telefonierens während des Radfahrens. Umherlaufen, spielen und lärmen verboten. Dein Wille geschehe. Hier ist das Lächeln zu Hause. Ich bin für Sie da. Mit Herz und Seele. Besuchen Sie mich auch auf meiner Homepage. Öffentliches WC. Achtung videoüberwacht. Leichter in den Frühling. Frau sein ist schön. Wir backen mit Natur. Saure Erdbeeren. Jetzt ist die beste Zeit frischen Wind in Ihre Pelzmode zu bringen. Schluss mit fahlem Teint. Weil bei Scheidenpilz jeder Tag zählt. Und was schenkst du zum Muttertag…

 

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Vom Bub, der normal sein wollte, oder: Mit der Sonntagshose im Schweinestall

Keine Delikatessen 20 / 2015

 

Ich sag es dir gleich, Liselotte: Ich bin nicht normal. Ich weiß, dass ich nicht normal bin, weil die Mama hat immer gesagt: Bua, du bist ja nicht normal, warum kannst du nicht normal sein, Bua, was hab ich nur falsch gemacht bei dir. Ich hab mich auch immer gefragt: Was hat sie nur falsch gemacht bei mir. Aber ich bin nicht drauf gekommen. Hast du gefurzt, Liselotte. Warte, das kann ich auch. Die Mama hat immer geschimpft, wenn ich gefurzt hab. (Reiß dich einmal zusammen, Bua!) Sie hat eigentlich wegen allem geschimpft. Wenn ich in der Früh nicht gleich aufgestanden bin. (Na wird es bald!) Wenn ich mein Zimmer nicht aufgeräumt hab. (Schau dir diesen Saustall schon wieder an!) Wenn ich die Hendel mit der Steinschleuder abgeschossen hab. (Nur Blödsinn im Kopf, der Bua!) Wenn die Mama geschimpft hat, hat sie zu schwitzen begonnen…

 

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Das Wetter und andere Katastrophen

Anthologie Linkes Wort 2015

 

1. Schon schlimm

Ja eh. Man sollte sich ja eh aufregen. Über die ganzen Zustände. Da bei uns. Und im Mittelmeer. Schon schlimm. Übers Wetter könnt ich mich auch schon wieder aufregen. So ein Sauwetter im Sommer. Also echt.

 

2. Zwei Mal Mittelmeer

… Wir laufen runter zum Strand. Suchen eine freie Liege mit Sonnenschirm. Hören das Meeresrauschen. Atmen die Meeresluft ein. 9 Tote, 36 Vermisste. 6 Tote, 4 Vermisste. 29 Tote. 105 Vermisste. 107 Vermisste. 8 Tote, 3 Vermisste. 9 Tote, 391 Vermisste. Herr M. sieht in die Augen einer jungen Frau. Sie drückt ihr Baby an sich. Herr M. sagt: Sie werden uns retten. Politiker legen eine Schweigeminute ein. Das waren die Schlagzeilen, weiter geht es mit den schönsten Hits für Ihren Sommer. Ich mache ein Bikini-Selfie. Hinter mir das Meer. Poste das Foto auf Facebook. Schreibe darunter: So lässt es sich leben …

 

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Lucy fliegt (Romanauszug)

kolik 66 / 2015

 

Was sagt die Stewardess. Mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut machen. Wichtig, wichtig, wichtig. Auf den Bildschirm schauen. Handy abdrehen. Hab ich mein Handy. Lieber noch einmal schauen. Abgedreht. Die Rauchverbotszeichen. Die Sauerstoffmaske. Ich krieg keine Luft. Schnell Hände vor die Augen. Kann ich die Hände schon weg. Zwischen den Fingern durchschauen. Auf dem Klo ist auch eine Sauerstoffmaske. Wieso redet die vom Klo. Jetzt hat die mich erinnert, dass ich pinkeln. Durchhalten. Beine zusammenpressen. Bis nach dem Flug. Ich geh da sicher nicht aufs Klo, sicher nicht. Ob am Klo eine Kamera. Da sind sicher überall Kameras. Lächeln. Wieso zeigen sie das alles überhaupt, ich hab geglaubt, fliegen ist sicher. Wenn fliegen so sicher, muss ich doch nicht wissen, wie ich eine Sauerstoffmaske. Ich will aussteigen. Sofort aussteigen. Zwei Reihen vor mir leuchtet das EXIT-Schild. Überlegen, wie ich das Flugzeug zum Stehen bringe. Einen epileptischen Anfall vortäuschen. Nein, da muss ich sicher lachen. Bauchschmerzen. Ein Blinddarmdurchbruch. Das ist gut. Auf den Bauch greifen. Links unten oder rechts oben. Wo ist der Blinddarm. Links oben? Rechts unten? Aber jetzt aussteigen, wo ich es schon so weit geschafft. Das wäre dumm. Außerdem operieren sie mir den Blinddarm, wenn ich jetzt einen Durchbruch vortäusche. Und bei einer Operation kann wieder so viel schiefgehen, da kann ich auch gleich fliegen. Aber da hätte ich wenigstens eine Vollnarkose. Kann ich bitte eine Vollnarkose. Einschlafen. Aufwachen. Berühmt sein. So einfach hab ich mir das immer vorgestellt.

 

Ich bin die Lucy, dreiundzwanzig, und ich werde schon sehr bald den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle bekommen, merkt euch meinen Namen, Leute, und holt euch ein Autogramm, solange ich noch mit euch rede.

 

So einfach. Bis mir der Alex eingeredet hat, dass es nicht so einfach. Wieso denk ich jetzt schon wieder an den Alex. Wenn der nicht gewesen wäre, wäre ich schon längst berühmt.

 

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Pack die Badehose ein

&Radieschen 28 / 2013

 

So viele Urlauber wie noch nie. Paris Hilton verreist mit 19 Koffern nach Ibiza. Acht Flüchtlinge flogen zurück nach Pakistan. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Bei Reise-Übelkeit hilft ein Gummibärchen. Tolle Preisnachlässe ab drei Wochen Aufenthalt. Tourismus jubelt über Rekord-Sommer. Hochsaison für Bootsflüchtlinge. Wellness-Urlaub zum Schnäppchen-Preis. 1.600 Euro für Fahrt in den Tod. Boote starten von lybischer Küste. Er hat ein knallrotes Gummiboot, mit diesem Gummiboot fahren wir hinaus. Viel Urlaub für wenig Geld. Mehr als 130 Migranten ertrunken. Wo Sie im Oktober noch baden können… 85 weitere Leichen vor Lampedusa geborgen. Über 300 tote Flüchtlinge befürchtet. Mehrere Kinder unter Opfern. Flüchtlinge als Nummern begraben. Dolce Vita auf höchstem Niveau. Mehr als 800 Flüchtlinge aufgegriffen. Flüchtlinge müssen aus Servitenkloster raus. Räumung der Votivkirche durch Polizei erfolgt. Innenministerin rät zu „freiwilliger Ausreise“. Fiesta, Fiesta Mexicana, heut geb ich zum Abschied für alle ein Fest. Polizei trennt Mutter von kranker Tochter. Auf Schulausflug aus Bus gezerrt. Frau aus Syrien droht Abschiebung. Tschetschenischer Familie droht Abschiebung. Abschiebung nur Frage der Zeit. Ist Ihr Reisepass noch gültig? …

 

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Erdbeereis

Anthologie zum Wiener Werkstattpreis 2014

 

Ob ich vor den Schlaftabletten auch schon Drogen. Was soll die Frage, ich bin siebzehn, wer hat da noch keine Drogen genommen. Wann ich damit angefangen. Ist das nicht scheißegal, wann ich damit angefangen hab. Bitte, wenn es Sie so brennend interessiert. Meinen ersten Cola-Rot-Rausch hatte ich mit elf. Meinen ersten Joint rauchte ich mit elfeinhalb. Gespritzt hab ich nie. Ich hab einmal einem Typen dabei zugesehen, wie er sich einen Schuss. Das war auf einer Party. Ich hab das Klo gesucht, weil ich kotzen hab müssen. Ich muss immer kotzen, wenn ich was getrunken hab, ist einfach so. Auf dem Klo hab ich dann den Junkie mit der Nadel im Arm gesehen. Er ist blau angelaufen. Zuerst die Lippen, dann das Gesicht. Er hat gesagt, ich soll die Rettung, er hat sich ein Flankerl geschossen. Ich hab keine Ahnung gehabt, was sich ein Flankerl schießen heißt. Ehrlich gesagt weiß ich es immer noch nicht. Wissen Sie, was das. Sicher wissen Sie, was das heißt, Sie haben ja studiert. Er hat mich angeschrien: Verdammt, ruf die Rettung. Ich hab mein Handy genommen und 133 gewählt, aber da hat sich die Polizei gemeldet, und ich hab gedacht, mit der Polizei will der Typ sicher nichts zu tun haben und hab aufgelegt…

Das Poesiealbum

erostepost 47 / 2013

 

…Mein zweites Mal erlebte ich fast nüchtern. Das war mit Max von der Nachbarstiege. Auf dem Tischtennistisch im Hof. Es war schon dunkel. Er wischte den Schnee vom Tisch und legte mich auf die Platte. Fuchtelte hektisch an mir herum. Seine Hände waren kalt. Er schob meinen Jeansrock in die Höhe und die Strumpfhose und Unterhose runter. Ich musste an meine Blinddarmoperation denken…

 

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Frau Gertrude

Driesch 15 / 2013

 

Dunst. Dunst. Dunst. Ausdünstungen. Pfui. Da reckt es mich gleich, weil ich sofort an die Frau Gertrude vom ersten Stock denken muss. Die hat nämlich Ausdünstungen als wie. Der kommen die Ausdünstungen aus allen Löchern heraus. Wenn ich die Frau Gertrude im Stiegenhaus treffe, breitet sie ihre Schwabbelarme aus und sagt: Der Schorschi. Meine Güte, wie groß der Schorschi schon ist. Seit vierzehn Jahren sagt sie das gleiche. Dann drückt sie mich an ihre Riesentitten, und ich bekomme keine Luft mehr. Was besser ist. Weil würde ich Luft bekommen, würde es riechen als wie. Nach Schweiß und Deo-Spray und Schweinsbraten. Das weiß ich, weil ich ja manchmal nach Luft schnappen muss. Nach ihren Umarmungen kann ich mein T-Shirt auswinden. Über die Frau Gertrude kann ich nicht schreiben, weil ich würde nie sagen: Was die für Ausdünstungen hat. Ich würde sagen: Bist du deppert, die schweißelt als wie. Und dann kommt kein Dunst mehr vor…

Horrortrip

&Radieschen 27 / 2013

 

…Das fährt nicht, dass ich nicht lache, wir werden schon noch sehen, ob das fährt oder nicht. Fliegst du in seine Kommandozentrale, Gobo, ich flieg in ihre, aber übertreib es nicht wieder und pass auf, dass du die Synapsen nachher wieder, du weißt, wovon ich spreche, und flutsch, hinein ins Vergnügen. Nehmen wir die Luftballons, die Heuschrecken oder die Bratpfannen? Nein, Gobo, nicht schon wieder das Raumschiff Enterprise, immer musst du mit dem Raumschiff Enterprise fliegen, dabei weißt du genau, dass ich mit Spok zerstritten bin. Ich würde an deiner Stelle einmal mit der allwissenden Müllhalde über deinen Zwang, ständig mit dem Raumschiff Enterprise fahren zu müssen, reden…

 

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Der Tag, an dem mich Robert umbringen wollte

entwürfe 75 / 2013

 

…Du bist ja paranoid, hatte er gesagt, als wäre ich paranoid. Ich hätte schon damals Anzeige erstatten sollen. Zuerst hatten sie es mit Arsen probiert. Heute würde er mich in der Tiefgarage der Lugner-City töten wollen, und sich dann mit der Büro-Nutte verloben. Er war so leicht zu durchschauen. Sie wollten es sich einfach machen, diese Feiglinge. Mich umbringen, um sich eine Eifersuchtsszene zu ersparen. Sie dachten, ich würde ein Drama machen, als wäre ich eine Dramaqueen. Ihn verfolgen bis an sein Lebensende. Bombendrohungen im Büro machen. Ihr Auto in die Luft jagen. Was die Leute immer für Fantasien haben…

 

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