Petra Piuk | Rezensionen
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Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman

Roman, Kremayer und Scheriau 2017

Piuk beweist wie in ihrem Debüt „Lucy fliegt“ ein gutes Ohr für banale Phrasen, ein scharfes Auge für schiefe Bilder und Gespür für familiäre Abgründe. […] In aller Beklemmung zeigt sich garstiger Witz. Piuk muss keineswegs eine Rückkehr zum Privatfernsehen fürchten, die ihre Lektorin bei Misserfolg androht.

Dominika Meindl, FALTER

Petra Piuk seziert mit ihren Zeilen gekonnt die österreichische Provinz und deren BewohnerInnen. Dabei wird deutlich, dass die inneren Organe eines idyllischen Heimatromans bösartig sind: Frauenverachtung, sexuelle Übergriffe, Fremdenhass und häusliche Gewalt.

Erkan Osmanovic, Literaturhaus

Eine explosive Mischung aus überzeichneter Satire und drastischer Kriminalfallaufdeckung.

Lisa Schneider, FM4

Witzig böse.

Martin Sailer, ORF

Piuk schreibt pointiert und in schnellem Tempo. Zum Glück haben ihre Bücher nun wirklich nichts Gemütliches oder Behagliches, Erwartungen, die der Genrebegriff «Heimatroman» vielleicht bei manch einem Leser hervorruft. Tragikomische Figuren und Situationen wechseln sich mit Beobachtungen des Alltäglichen ab, die man gerne ins Lexikon der Metaphern und Aphorismen übernehmen möchte, etwa «Traditionen hochhalten wie Schnapsgläser». So liest sich «Moni und Toni» wie eine gallige Gebrauchsanweisung für das vielleicht doch nicht ganz so zivilisierte Mitteleuropa.

Ulrike Wörner, Kuratorin Sprachsalz, Internationale Literaturtage Hall in Tirol

Petra Piuk, die im Vorjahr mit ihrem flotten Romandebüt „Lucy fliegt“ auf sich aufmerksam gemacht hat, dunkelt thematisch ab und schärft satirisch nach. Dazwischen: Lyrics von Radio Schlagerglück.

APA, Vorarlberger Nachrichten

Petra Piuk demontiert in ihrem jüngsten Buch „Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman“ ein ganzes Genre. Ihre Antihelden stolpern durch eine Welt voll Alkoholismus, Gewalt, Machtmissbrauch und Nationalismus.

Michaela Frühstück, ORF

Lucy fliegt

Roman, Kremayer und Scheriau 2016

An Debüts mangelt es nicht, an solchen, die mit Originalität auffallen, aber schon. Petra Piuk hat dieses kleine Kunststück mit ihrem Roman „Lucy fliegt“ zustande gebracht. […] Sie erzählt rasant, zersplittert, Tragik und Komik sind fein abgestimmt. Und nicht selten glaubt man Schnitzlers „Fräulein Else“ im Ohr zu haben.

Veronika Schuchter, Die Furche

Piuk gibt ihrer Lucy eine starke Stimme, deren Naivität komisch, tragisch und mitleiderregend zugleich ist. […] Vielleicht ist es Petra Piuks große Leistung, ihrer Lucy etwas von Tennessee Williams‘ Blanche – „I don’t want realism . . . I’ll tell you what I want. Magic!“ – zurückgegeben zu haben. Blanche in der digitalisierten Postmoderne.

Johanna Öttl, Die Presse

Höchst originell und boshaft unterhaltsam. […] Petra Piuks Roman über ein gefährlich überambitioniertes Mädchen ist eine klinische Fallstudie der Facebook-Ära.

Daniela Strigl, O-Töne Festival

„Lucy fliegt“ ist der originelle Debütroman von Petra Piuk […] originell strukturierter innerer Monolog […] schräges Sound-Gewitter

APA

Petra Piuk hat mit ihrem Romandebut eine Heldin geschaffen, die der LeserIn dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird. Eine Figur, die vor allem durch ihre Egozentrik, ihre Oberflächlichkeit in Erinnerung bleibt, und vielleicht gerade dadurch, als Synonym für unsere Gegenwart stehend, unvergesslich bleibt. Ein unglaubliches Debut in jedem Fall. Petra Piuk ist eine Autorin, von der man noch Grosses erwarten darf.

Christian Gröger, Tyrolia Buch-Tipp

„Lucy fliegt“ ist eigenständig in der inhaltlichen und sprachlichen Gestaltung und präzise in der Umsetzung. Die Form sitzt, die aufgebaute Spannung hält und gerne schaut man Lucy dabei zu, wie sie beständig zu viel verspricht. Lucy mag den Realitätssinn verlieren, sie gewinnt aber die Leser_innen. […] Petra Piuk landet ihren Roman souverän und mit gelungenem Knalleffekt.

 Markus Köhle, Innsbrucker Prosafestival

Petra Piuk gelingt es, ihre Figur eben nicht vorzuführen und sensationsgeil ihr (mögliches) Scheitern zu dokumentieren, ebengenau darin unterscheidet sich das Buch von den Casting Shows, die es ja tatsächlich kritisieren will.

Mieze Medusa, Alte Schmiede

Petra Piuk entwickelt in ihrem Debütroman mit der Figur der Lucy nicht einfach nur eine simple Projektionsfläche für eine scharfe Medienkritik. Piuk hält stets den Ton der oftmals nervenden und meist unvollendeten Sätze und Gedanken von Lucy und ihrer Welt.

Julie August, Bücherschau

Lieblosigkeit, Drogen, Gewalt, bitteres Leben in prekären Verhältnissen. Das Suchen nach Anerkennung und Finden von Enttäuschungen: Fordernd schreibt Petra Piuk über unbarmherzig Alltägliches.

Michaela Frühstück, ORF

Lucy fliegt von Petra Piuk ist eine Persiflage. Auf ebenso kluge wie eindringliche Weise thematisiert sie den Wahn, dem junge Menschen im Zuge von DSDS, GNTM und Konsorten verfallen […] Herrlich ist dabei ihr sarkastischer Ton […]  es ist ein böses Buch […] Lucy ist eine fiktive Figur und könnte trotzdem nicht realer sein. Das alles zu lesen, ist amüsant, doch das Lachen bleibt mir im Hals stecken.

Mareike Fallwickl, Bücherwurmloch

Echt cooles Buch. Hat einen unglaublichen Sog – und die Autorin kann Sprache!

Petra Hartlieb, Hartliebs Bücher

Lucys Oberflächlichkeit trifft den Zeitgeist punktgenau. Petra Piuk hat ein faszinierendes und zugleich abstoßendes Debüt geschrieben, das literarisch einiges zu bieten hat und im Kopf haften bleibt.

Rudolf Kraus, Bücherschau

Auf einem schmalen Grat zwischen Ironie und Bitterkeit, humorvoll, lebhaft und präzise erzählt, sprachlich ein wahres Meisterstück. Einer der besten und spannendsten Debütromane dieses Jahres und eine unbedingte Emfpehlung!

Armela Madreiter, Literaturzeitschrift &Radieschen

Petra Piuk lässt ihre nervige Protagonistin von sich erzählen, naiv bis zur Schmerzgrenze – und sagt im Hintergrund sehr viel mehr. Über Chancen, die wahrgenommen werden, obwohl sie eigentlich nie da waren und das verzweifelte Ringen um den Platz im eigenen Leben.

Sonja Graus, Lust zu Lesen

Das Buch ist ein wahres Leseerlebnis. Lucys Geschichte ist eine moderne Tragödie, die die aufmerksamen LeserInnen nachdenklich zurücklässt. Ein besonderer, sehr bewegender Roman. Absolute Leseempfehlung!

Angela Zemanek-Hackl, bn.bibliotheksnachrichten

Auf alle Fälle ist Petra Piuk ein großartiger Roman gelungen […] Ein toller Roman über eine Generation, die sich in Netzwerken und Scheinwelten auslebt. 190 Seiten beste Unterhaltung.Unbedingt lesen. Punkt.

Stefanie Theile, buchtipp-neuerscheinungen